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01.05.2018 (Dienstag ) 

Galerie Biuro Wystaw Artystycznych, ul. Długa 1

14.00 Uhr 

 

MIĘSO SŁONIA (Elefantenfleisch) /Videoperformance von Aleksandra Kubiak mit Teilnahme der Schauspielerin Monika Buchowiec

 

Die erste Aufnahme von Mięso słonia (2017) beginnt mit dem Dialog von zwei Frauen in der Dunkelheit der Theaterbühne. Die Konvention des Ortes legt den Rahmen von Videoperformance fest und verschafft den Sicherheitsbereich. Aus der Perspektive des Zuschauers ist es nicht ganz klar, ob ein Spiel, eine Inszenierung oder eine wahre Geschichte anfängt. Monika Buchowiec spielt sich selbst und Katarzyna Kobro zugleich – sie stellt Fragen oder fragt nach. Aleksandra Kubiak ist sie selbst – sie erzählt oder antwortet.

 

„Am meisten fürchte ich mich vor der Dunkelheit kurz vor dem Beginn der Vorführung [...] das verdammte Schwarz schluckt mich und ich habe den Eindruck, dass ich keine Luft bekomme, aber auch dass ich mich darin verstecken kann."

Das Licht kommt. Die Autorin im Kostüm macht den Eindruck, aus einer anderen Epoche zu stammen. Aleksandra in einem weißen Pulli, der Unterhose und karikaturhaft geschminkten behaarten Beine (die die ersten Filme über Werwölfe etwas erinnert). Das Gespräch zwischen ihnen läuft auf einer nahezu leeren Bühne, fast ohne Bühnenbild (abgesehen von einfachen Plattformen) und in einer spezifischen Dynamik der Natürlichkeit und der Theatralität, die beide Gestalten mitbestimmen. Diese zwei Konventionen enthüllen das Problem, das von Kubiak angesprochen wird. Der Inhalt des Dialogs stützt sich auf zwei Linien: der Gegenwart und der Vergangenheit. Zu der ersten gehört das Treffen beider Figuren im Theater in Łódź, Erwägungen von Ola über die Reise und das Ziel ihres Treffens, sowie der mehrmals angesprochene „Wille, den Vater zu töten“ (Textfragment von Zofia Cielątkowska).