Begleitende Veranstaltung

30.04.2019 (Dienstag) 

Galerie Korytarz JCK ul. Bankowa 28/30

18.30 Uhr 

Eröffnung der Ausstellung 

Wettbewerb für Theaterfotografie / Zbigniew-Raszewski-Theaterinstitut in Warschau

AUSSTELLUNG DER PREISTRÄGER UND FINALISTEN DES 4. WETTBEWERBS FÜR THEATERFOTOGRAFIE

(Fotos von der Saison 2017/2018)

 

„Fotografie ist ein Medium, das den Geist des Theaters am schönsten und am besten wiedergibt. Sie zeigt den unwiederholbaren Moment, Emotionen, Bildhaftigkeit der Vorführung – alles, was mit Worten nicht auszudrücken ist. Mithilfe der Fotografie schützt sich das Theater vor seiner Sterblichkeit.“ So schrieb Magda Hueckel, Juryvorsitzende des 3. Wettbewerbs der Theaterfotografie.

 

Ist die Theaterfotografie ausschließlich Dokumentation, ein dienliches Handwerk oder doch selbständige Kunst? Ist der Fotograf ein autonomer Künstler, wenn er Werke anderer verewigt? Wie weit kann er bei seiner Interpretation gehen? Mit jeder nächsten Ausgabe bringt der Wettbewerb für Theaterfotografie neue Argumente in die Diskussion ein, die wahrscheinlich nie entschieden wird.

 

„Die vierte Ausgabe des Wettbewerbs für Theaterfotografie lässt erfragen, wo sich das Theater abspielt. Die Antwort „auf der Bühne“ scheint am plausibelsten zu sein. Aber zahlreiche Fotos, die für den Wettbewerb eingereicht und ins Finale aufgenommen wurden, bringen diese Plausibilität ins Schwanken. Manche von ihnen scheinen sogar zu suggerieren, dass das heutige polnische Theater seine Wahrheit in der Wartezeit im Backstage, im Gesicht der Schauspielerin, die in der Garderobe eine Zigarette raucht oder zwischen den einander anschauenden Zuschauern genauso intensiv enthüllt. Es spielt sich auch in nicht-theatralischen Orten ab, die durch Kunst in Vorstellungsräume verwandelt wurden. Schließlich spielt es sich auch in der Theaterfotografie ab, die etwas mehr als Fotografieren des Theaters ist. Als Antwort auf die Fragen seitens der Bühnenkünstler berufen sich die Teilnehmer dieser und der früheren Ausgaben des Wettbewerbs auf ihre Bilder, die nicht nur als Dokumentation und Synthese der Theatererfahrungen betrachtet werden, sondern selber zu einer Quelle der Erlebnisse und Erfahrungen werden, die zwischen den Bildern und den sie Anschauenden entstehen. Auf diese Art und Weise initiiert die Theaterfotografie das Theater der Fotografie, das sich gerade in dem Moment abspielt, in dem wir anfangen zu sehen.“ (Dariusz Kosiński, Juror des 4. Wettbewerbs für Theaterfotografie)

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