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Leseunterricht 

„Leseunterricht” ist eine seit 2009 umgesetzte gesellschaftliche Maßnahme der Stiftung von Tygodnik Powszechny, deren Ziel ist, bei den jungen Menschen das Interesse für Literatur durch das Gespräch über ausgewählte Texte zu wecken. Der landesweite Zyklus der Workshops wurde als Diskussion der Teilnehmer mit hervorragenden Schriftstellern, Kritikern, Publizisten, Journalisten und Philosophen gedacht. Die Workshopleiter stellen Literatur als Quelle der Inspiration für das Gespräch über unsere Wirklichkeit und als Werkzeug dar, mit dem man über Phänomene, Probleme und Erfahrungen erfolgreich sprechen kann.

02.05.2019 (Donnerstag) 

 

Galerie Pod Brązowym Jeleniem JCK ul. 1 Maja 60 

16.00 Uhr 

„Theatralität der Boheme” Leseunterricht von Agnieszka Wolny-Hamkało unter der Schirmherrschaft der Wochenzeitschrift Tygodnik Powszechny.

 

Leseunterricht: Theatralität der Boheme anhand der Romane „Humboldts Vermächtnis“ von Saul Bellow, „Der Omega-Punkt“ von Don DeLillo und „Balthasar“ von Lawrence Durrell. 

Was bedeutet es, dass die Boheme theatralisch ist? Überschreitet sie gerne die Grenzen zwischen dem Leben und der Kunst? Ist sie zu Avantgarden geneigt, die von ihrer Natur aus grell und übertrieben sind? Mag sie Exzesse, spielt alles ohne Ende ab? Künstler und Intellektuelle sind sich der gesellschaftlichen Rollen bewusst, stehen draußen, schauen verwundert zu. Die Stadt ist ihre Bühne. Clubs, Wohnungen, Salons, Restaurants, Theater. Ich lade Sie herzlich zum Gespräch über drei exzentrische Bücher ein. Die Kategorie der Theatralität nutze ich dazu, das komplizierte Leben der Figuren dieser außergewöhnlichen Romane zu beleuchten. 

Agnieszka Wolny-Hamkało 

Agnieszka Wolny-Hamkało ist Schriftstellerin und wurde1979 in Breslau geboren. Sie veröffentlichte Romane „Zaćmienie” (Czarne 2013), „41 utonięć” (Iskry 2015) und „Moja córka komunistka” (W.A.B. 2018). Sie gab auch einen Skizzenband „Inicjał z offu” (Iskry 2013), das Poem „Nikt nas nie upomni” (Hokus-Pokus 2016) und neun Gedichtbände heraus: „Mocno poszukiwana” (1999), „Lonty” (2001), „Gospel” (2004), „Ani mi się śni” (2005), „Spamy miłosne” (2007), „nikon i leica” (2010), „Borderline” (2013), „Występy gościnne” (2014), „Panama smile” (2017). Sie ist auch Autorin von zwei Kinderbüchern: „Nochal czarodziej” (2007, illusitriert von Antoni Wajda), „Rzecz o tym, jak paw wpadł w staw” (2011, illustriert von Józef Wilkoń) und Herausgeberin von fünf Erzählungsanthologien. Autorin der Theaterstücke, u.a. „Dzień dobry wszyscy umrzemy” („Dialog”, Oktober 2015, 2016 Verfilmung im Zyklus Teatroteka in Regie von Joanna Kaczmarek), „Nad rzeką, której nie było” (Uraufführung im Theater in Kielce in Regie von Martyna Majewska am 26. Mai 2018), „Wyzwolenie: królowe” (Uraufführung in Regie von Martyna Majewska im Musiktheater Capitol am 26. Januar 2019), „Wichrowe Wzgórza non fiction” (Uraufführung in Regie von Marta Streker am 12. Dezember im Warschauer Kulturzentrum Kadr), „Kronika polska – opera lalkowa” (Uraufführung in Regie von Katarzyna Dudzic-Grabińska im Rahmen von Schauspielsongfestival off am 25. März 2019 im Musikthetaer Capitol) und „Leśni. Rekonstrukcja” (Uraufführung in Regie von Marta Streker im Juni 2019 in Teatr Polski in Breslau). Feuilletonistin der Zeitschriften „Przegląd” und „Ryms”. Ihre Gedichte wurden in fünfzehn Sprachen übertragen. Sie wurde für den Literaturpreis Gdynia, den Preis der Öffentlichen Medien Cogito und den Preis der Polnischen IBBY-Sektion (IBBY-Auszeichnung für das Buch „Nikt nas nie upomni”) nominiert und mit dem Preis des Verbandes der Polnischen Schriftsteller ausgezeichnet. Sie war Stipendiatin des Literrischen Colloquiums Berlin. Sie ist literarische Kuratorin des Internationalen Festivals des Erzählens und Redakteurin der Schrift „Opowiadanie”. Sie lebt in Breslau. Im Februar ist ihr neues Buch „Lato Adeli” erschienen. 

04.05.2019 (Samstag)

 

Galerie Pod Brązowym Jeleniem JCK ul. 1 Maja 60 

16.00 Uhr 

Wie soll Vernichtung im Theater gezeigt werden? Leseunterricht: Agnieszka Kłos unter der Schirrmherrschaft der Wochenzeitschrift Tygodnik Powszechny.

 Leseunterricht anhand „Der Würgeengel“ von Elfriede Jelinek

Im letzten Jahrzehnt wurde viel über den Mord an jüdischen Zwangsarbeitern in Rechnitz gesprochen und geschrieben. Das Thema griffen u.a. Martin Pollack, Sacha Batthyany und Monika Muskała auf. Die letztere übertrug das nicht-szenische Drama von Elfriede Jelinek „Rechnitz. Der Würgeengel“ ins Polnische, das nicht nur über das Trauma erzählt, sondern auch einen Kommentar über ethische Aspekte der Repräsentationen der Vernichtung abgibt. Auf welche Art und Weise zeigt das Theater die Vernichtung? Diese Frage beantwortet Agnieszka Kłos während des „Leseunterrichts”. Der Ausgangspunkt des Gesprächs wird das Drama von Elfriede Jelinek und ihr persönlicher Kommentar zum Text sein. 

 

Agnieszka Kłos 

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